Kurz gesagt: Bei Restaurant-Fragen verlassen sich KI-Suchen auf Gourmetführer und Tourismusportale wie Falstaff, Gault&Millau, den Guide Michelin, Tripadvisor und die Seiten der Tourismusverbände. Google nutzt zusätzlich stark seine eigenen Unternehmenseinträge, im AI Mode stammten mehr als die Hälfte der Quellen daher. Wer empfohlen werden will, braucht ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Präsenz in Guides und Stadtportalen und eine Website mit aktueller Speisekarte als Text.
Was Gäste fragen
- „Wo kann ich in Linz gut essen gehen?“
- „Wo gibt es das beste Wiener Schnitzel in Wien?“
- „Restaurant in Graz für eine Firmenfeier mit 30 Personen“
- „Wo kann ich in Wien am Sonntag brunchen?“
- „Vegetarisches Restaurant in Linz mit Gastgarten“
Was wir gemessen haben
Im Oktober 2026 haben wir die ersten drei Fragen an ChatGPT und Perplexity gestellt, jeweils mit Websuche, und die KI-Übersicht sowie den AI Mode auf der echten Google-Ergebnisseite für Österreich ausgelesen.
| KI-Suche | Quellen der Antworten |
|---|---|
| ChatGPT | Guide Michelin, Falstaff, Restaurant Guru, Reddit, vienna.at und einzelne Restaurant-Websites. |
| Perplexity | Graz Tourismus, Guide Michelin, Tripadvisor, Falstaff, Gault&Millau, Oberösterreich Tourismus und Stadtmagazine. |
| Google KI-Übersicht | Bei allen drei Fragen eine KI-Übersicht. 7 von 19 Quellen waren Googles eigene Unternehmenseinträge, dazu TheFork, Tripadvisor, Graz Tourismus, Linz Tourismus und Portale für Eventlokale. |
| Google AI Mode | 13 von 23 Quellen aus Googles Unternehmenseinträgen, dazu Falstaff und die Websites bekannter Lokale. |
Das fällt auf
- Bei Google zählt das Unternehmensprofil: Im AI Mode stammte mehr als die Hälfte der Quellen aus Googles eigenen Einträgen, mit Adresse, Bewertung und Fotos.
- ChatGPT und Perplexity vertrauen Guides: Gourmetführer und Tourismusportale waren die häufigsten Quellen, die eigene Website seltener.
- Anlässe haben eigene Quellen: Für die Firmenfeier zitierte Google Portale für Eventlokale. Wer Gruppen und Feiern anbietet, sollte dort und auf der eigenen Website dazu Auskunft geben.
Worauf es in der Gastronomie ankommt
- Google-Unternehmensprofil vollständig pflegen: Kategorien, Öffnungszeiten, Speisekarte, aktuelle Fotos und Merkmale wie Gastgarten, vegetarische Gerichte oder Platz für Gruppen.
- Speisekarte als Text: auf der Website als HTML, nicht nur als PDF oder Foto. Nur Text kann die KI zuverlässig lesen und zitieren.
- Guides und Portale: Präsenz bei Falstaff, Gault&Millau, Tripadvisor und TheFork, mit aktuellen Angaben.
- Tourismusverband und Stadtportale: Einträge bei den Tourismusverbänden Ihrer Stadt und Region prüfen und ergänzen.
- Eigene Seite für Feiern und Gruppen: Kapazität, Räume, Menüs und Preise pro Person.
- Bewertungen beantworten: Gäste lesen sie, und KI-Suchen begründen Empfehlungen damit.
Checkliste
- Das Google-Unternehmensprofil hat Speisekarte, Fotos und Merkmale.
- Die Speisekarte steht als Text auf der Website.
- Einträge bei Guides und Reservierungsportalen sind aktuell.
- Der Eintrag beim Tourismusverband ist vollständig.
- Feiern und Gruppen haben eine eigene Seite mit Kapazität und Preisen.
Die allgemeinen Grundlagen stehen im Ratgeber Bei ChatGPT gefunden werden. Wie Ihr Lokal heute abschneidet, zeigt der Sofort-Check.
Häufige Fragen
Warum zeigt Google bei Restaurants vor allem Unternehmenseinträge?
Für Restaurant-Fragen braucht Google Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos. All das steht in den Unternehmenseinträgen. In unserer Messung stammte im AI Mode mehr als die Hälfte der Quellen daher.
Reicht eine Speisekarte als PDF?
Für Gäste vielleicht, für KI-Suchen nicht. Eine PDF oder ein Foto der Karte wird oft gar nicht oder nur unzuverlässig gelesen. Die wichtigsten Gerichte und Preise sollten als Text auf der Website stehen.
Bringen Einträge auf Tourismusportalen etwas?
Ja. Perplexity und Google zitierten in unserer Messung die Seiten der Tourismusverbände von Graz, Linz und Oberösterreich. Ein vollständiger Eintrag dort ist eine Quelle mit hoher Glaubwürdigkeit.




